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Karte des Autors 

Über den Autor

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Ernst Rücker

 

1890 Einsenstein (Bavorsko)

Über den Autor

Er beeinflusste das architektonische Aussehen der Stadt ausdrücklich. In die Stadt zog er im Jahre 1925 mit seiner Frau Marie Magdalena, geboren Gärtner ein, die aus der Gemeinde Stříbrníky/Ziebernik stammte. Nach der Okkupation erlebte die Familie eine schwere Zeit. Die Eltern seiner Frau waren der jüdischen Herkunft. Marie wurde erst von den Nazi-Ämtern für reine Jüdin erklärt, später hat man ihre Klassifikation auf jüdischen Mischling ersten Grades „herabgesetzt“. Ihre Kinder Peter und Hans wurden als jüdische Mischlinge zweiten Grades bezeichnet. Hätte sich Ernst Rücker mit seiner Frau scheiden lassen, wäre seine Frau mit ihren Kindern höchstwahrscheinlich ins Konzentrationslager gekommen. Der Architekt hatte seine Familie nicht verlassen, darum musste er im Oktober 1944 für drei Monate schwere Arbeiten bei der Organisation Todt antreten. Nach dem Krieg wurde der Architekt auch mit seiner ganzen Familie unter dem böhmischen Namen Arnošt Rücker in die Liste der Aussiger Antifaschisten eingetragen. Am 8. Juni 1946 verlässt er für immer die Stadt Ústí/Aussig. In dem Rahmen des freiwilligen ANTIFA-Abtransports konnte er auch mit seinem Mobiliar in die amerikanische Besatzungszone Deutschlands auswandern. Es ist uns bisher nicht gelungen festzustellen, wann und wo er gestorben war.

(Qullen – Archiv města Ústí nad Labem/Archiv der Stadt Aussig an der Elbe: Sbírka policejních přihlášek/Sammlung der Polizeianmeldescheine, Inventář MNV (MSK) 1945-1948 seznamy německých antifašistů z obcí a měst okresu Ústí nad Labem/Inventar des Ortsnationalausschusses (MSK) 1945-1948 Liste der deutschen Antifaschisten in den Gemeinden und Städten des Aussiger Bezirks, Kartotéka odsunutých Němců z Ústí nad Labem/Kartei der abtransportierten Deutschen aus Aussig an der Elbe)

Erwähnung des Architekten

GDSA, Architekten, str.619 : "Ernst Rücker kam aus Wien, war Erbauer des grossen Hauses der Wasserbaugesellschaft in der Dresdner Strasse, der villa Distel in der Kippeltstrasse und andere Objekte."

Dějiny města DMUL: článek o Rudolfu Popperovi, ve kterém je arch. Rücker uveden mezi členy "Labské župy" Metznerbundu, str.195

Bauten des Autors

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1933 Buchhandlung Beran